Wie ihr vielleicht mitgekommen habt, habe ich immer mal wieder eines meiner Live Wallpaper hier im Blog angepriesen. Mittlerweile habe ich 10 davon im Android Market und durfte die ein oder andere Erfahrung machen.
Leider wurde der Market in den letzten Monaten stark mit Live Wallpapern überschwemmt. Sucht man heute im Market nach eben diesen erhält man bereits mehr als 1.000 Suchergebnisse. Besonders unangenehm ist der Sortieralgorithmus, welcher von Google eingesetzt wird. Dieser wirkt recht ‘dumm’ bzw. ist sehr berechenbar. Zum Beispiel werden die ersten Plätze im Suchergebnis von Wallpapern weniger Anbieter dominiert, welche ihre Werke einfach nur ‘Live Wallpaper’ nennen oder eine Mutationen davon wie ‘LiVe WaLlPaPeR’ verwenden. Die Anzahl der Downloads und die Bewertung scheint hierbei nur eine kleine Rolle zu spielen.
Das führt dazu, dass die Benutzer sich extrem schwer tun geeignete Wallpaper zu finden. Auf Grund der langjährigen Google Gehirnwäsche sind sind sie gewohnt, dass die ersten Ergebnisse gut sind und der Rest zu vernachlässigen ist. Das ist bei der Android Market Suchmaschine jedoch ganz und gar nicht der Fall. Für mich als Entwickler ist das besonders ärgerlich, da Google mehr als genug Informationen (Downloadzahlen, Bewertungen, Kommentare, Anzahl der aktiven Installationen, Update-Rate usw.) besitzt um einen sehr guten Suchalgorithmus zu realisieren. Besonders von dem größten Suchmaschienen-Anbieter der Welt hätte ich da mehr erwartet.
Dies ist natürlich auch für alle anderen Apps im Market der Fall und beschränkt sich nicht nur auf Wallpaper. Jedoch eignen sich die Live Wallpaper, als relativ homogene Masse von gleichartigen Apps, besonders gut um die Funktionsweise und Macken des Suchalgorithmus aufzudecken. Momentan ist derjenige oben, wer mit dem Namen seiner App am exaktesten den Suchbegriff trifft. Wenn das so weiter geht wird es bald parallel zur klassichen SEO eine Art von App Market Optimization (AMO) geben …. wahrscheinlich gibt es so etwas sogar schon.
Aus Frust und um zu sehen ob ich damit meine Download-Zahlen über einen parallelen Kanal pushen kann habe ich DroidArts eingerichtet. Ich glaube, dass immer mehr Benutzer anfangen werden im Internet statt direkt im Android Market nach Apps zu suchen, da die Google-Suche einfach besser funktioniert und auf mehr Inhalte (z.B. Testberichte und Videos) zurückgreifen kann. Viele vermuten, dass sich sogar spezialisierte App Markets für verschiedene Nischen etablieren werden … es bleibt abzuwarten wie sich das ganze entwickeln wird, so bleiben kann es aber nicht.
Über den (Miss)Erfolg meines Versuchs mit DroidArts werde ich vermutlich in ein bis zwei Monaten berichten.



Seit gestern ist andforge.net auch bei dem Mikro-Blogging-Service Twitter.com vertreten.





