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Location-Based (Mobile) Social Networking

Posted by orangeman February - 23 - 2009 - Monday

mososo

“Telefonbuch 2.0″ = instant messaging + social networking + address book?

Mobiltelefone haben die Fähigkeit zur Ortung quasi eingebaut. Wie lange schon wird darüber phantastisiert, dies zum eigenen Vorteil zu nutzen, ohne Kontrolle über Privatsphäre und persönliche Freiheit zu verlieren:

  • “Wer darf wann und wie präzise meinen Aufenthaltsort erfahren?
  • “Kann ich auch lügen? um nicht durch Abschalten der Funktion misstrauisch zu machen?”
  • Soziale Netzwerke erfüllen gerade diesen Zweck. Persönliche Informationen, wie Photos, Profil oder Status können für einen ausgewählten Kreis von Personen freigegeben werden. Die Integration solcher “Freundeslisten” in das Telefonbuch auf dem mobilen Gerät (Handy) wäre der nächste logische Schritt. Dort wo der momentane Aufenthaltsort am einfachsten und automatisiert bestimmt werden kann, sind solche “Zugriffslisten” relevant. Bereits Jaiku verstand es, “Location”, “ActivityStream” und “Status” wie “an/aus/lautlos” direkt im Telefonbuch zu verwalten. Etwas in der Richtung schwebt wohl auch Nokia mit Ovi Contacts vor. Facebook und Skype sollen ebenfalls direkt in das Telefonbuch integriert werden. Auch Palm Pre besticht durch einfaches Zusammenführen von “Freunden” im Telefonbuch.

    Wie sieht es mit Interoperabilität aus?
    Die Geschichte des Instant Messaging zeigt, dass der Weg zu einer einheitlichen Schnittstelle lang und steinig ist und nicht unbedingt bis zum Ende gegangen wird. So ist es auch heute noch nur mit Einschränkungen möglich, unterschiedliche IM-Services in einem Client zu kombinieren.
    Wenn jeder unterschiedliche Dienste für “location”, “Chat”, “Lifestreaming”, etc nutzt, wie kann dann gewährleistet werden, dass alle zueinander kompatibel sind/werden/bleiben?

    Was “Location” angeht, verspricht Yahoo FireEagle (als “Location Broker”) diese Aufgabe zu übernehmen. Durch eine einheitliche Schnittstelle kann der Aufenthaltsort zwischen verschiedenen Anwendungen ausgetauscht werden. Die Kontrolle über die eigene Position behält welcher Endanwender, der feingranular Berechtigungen (mit automatischen Verfallsdatum) vergeben kann.
    Jedoch ist auch dieser Dienst wieder zentralisiert, so dass alle “Location-Updates” über FireEagle laufen.

    Eine interessante Alternative namens “OSLO” wurde heute angekündigt. “Open Sharing of Location-based Objects”, als Zusammenschluss führender MoSoSo-Anbieter (“Mobile Social Software”) soll Interoperabilität schaffen. Anders als bei FireEagle, jedoch dezentral, über ein netzwerkübergreifendes Standardprotokoll, das Jeder implementieren kann um kompatibel zu anderen Diensten zu werden.
    Die Allianz beinhaltet Pioniere wie Aka-Aki, Belysio, Buddycloud, Locle, Moximity, Nulaz, Rummble, Skout, Tooio oder WAYN, welche gemeinsam etwa 30 Millionen User mitbringen, die fortan “Locations” netzwerkübergreifend austauschen können.
    Mit den Worten von Andrew Scott, CEO von Rummble: “Location should be a feature, not a product”.

    ABI Research schätzt das Marktvolumen für “location-based social networking” auf 3,3 Milliarden$ in bereits vier Jahren.

    Durch einen Markt mit enormem Potential, hoher Interoperabilität und einem sich ändernden Nutzerverhalten bricht ein neues Zeitalter eines flexibleren, allumfassenderen Social Networking an.

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